Herzlich Willkommen!
Die Infoseite der ver.di Vertrauensleute Straßenbahn für alle Kolleginnen und Kollegen der Berliner Verkehrsbetriebe.
Meinung von ver.di Mitgliedern:
22.06.2015

Hallo Kollegen,



wir haben uns einmal näher mit dem durch die Dienststelle gewünschten
neuen Turnus beschäftigt.
In der aktuellen Ausgabe "Der Personalrat informiert" wurde mitgeteilt,
dass der neue Turnus wieder abgelehnt wurde, welcher auch das 3er-Frei für neubeschäftigtem Mitarbeiter beinhaltet hätte.
Wir empfinden das ständige Erwähnen des 3er-Frei als Versuch der Manipulation und Augenwischerei.
Wir haben einmal alle, aus unserer Sicht, negativen Aspekte dieses so gepriesenen Turnusmodels zusammengetragen.

1. 8 Stunden Freizeitverlust zwischen dem "Frei" und das alle zwei Wochen!

2. Steigerung der durchschnittlich täglichen Arbeitszeit um 10 bis 16 Minuten!

3. Innerhalb von vier Wochen 20-30 Nachtstunden weniger, was den Verlust von Zeitzuschlägen und Zusatzurlaub zur Folge hat!

4. Familienfreundlich? An den ersten sechs Tagen ist man abends nicht zu Hause dann Folgt ein kurzes Frei und in der zweiten Turnuswoche ist man ab Tag 4 dann abends zu Hause!

Auf Grund dieser vier Punkte, halten wir diesen einen - von den freigestellten Personalräten hochgelobten - freien Tag alle 8 Wochen für nicht akzeptabel.
Welche Familie - im Übrigen sind Familien ohne Kinder trotz allem Familien - freut sich über ein 3er-Frei auf Grund dessen, der Partner oder die Eltern so gut wie ganz aus dem sozialen Leben, das sich tagsüber abspielt, verschwinden.
Auf diese Bedenken und Hinweise wurde und wird von den freigestellten Personalräten nicht reagiert.
Auf diesen Umstand angesprochen mit dem Hinweis, dass viele Neubeschäftigte mit diesem neuen Turnus nicht einverstanden sind,
erhält man von einem freigestellten Personalratsmitglied den Rat,
sich etwas "Neues" zu suchen.
Unserer Meinung nach, geht Personalratsarbeit mit so einer Einstellung eigentlichen Ziel vorbei. Mit dem neuen Turnus gibt es weder längere Übergänge zwischen den Diensten noch kommt es zu einem familienfreundlichen Arbeitsleben.
Um Konsens zwischen Arbeitgeberwünschen und den berechtigten Interessen der Arbeitnehmer zu finden muss zwischen beiden Seiten Ehrlichkeit und Offenheit herrschen und auf Augenhöhe verhandelt werden.
Wir dürfen uns nicht ohne unsere Meinungsäußerung zu etwas überreden lassen. In der Betrachtungsweise der Turnusvorschläge haben wir nur den 39h-Hauptturnus betrachtet, das bitten wir bei eurer Betrachtung zu berücksichtigen.

Mit kollegialen Grüßen die ver.di Mitglieder

Claudia & Ronny Koschwitz

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