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News:
20.08.2015



Was machen wir aus der "Krise"



Krise bei der Straßenbahn, so titeln es die Medien. Führungskräfte versuchen sich in Erklärungen und Ursachenforschung.
Sonst immer im medialen Mittelpunkt, vermisst man jetzt die oberste Führungskraft der BVG.
Vielleicht auch, weil die eine, bisher so fleißig verschwiegene Ursache, die „SCHWARZE NULL“ sofort mit ihr in Verbindung gebracht wird?
Wer von uns kann sich nicht daran erinnern, wenn unter Tarifverträgen die Tinte noch nicht trocken war, sofort der Begriff der „KOMPENSATION“ im Unternehmen umging.
Jetzt hofft man auf die Hilfe anderer Verkehrsunternehmen,
die eine Teilleistung übernehmen bzw. Fahrpersonal an die BVG ausleihen sollen. Zwei Unternehmen haben ihre Bereitschaft erklärt, jedoch gibt es noch nichts Konkretes außer einen Vertrag, der bei nicht Erfüllung für beide Seiten schadlos ist.
Die Lage ist ernst und lastet sehr schwer auf den Schultern der Fahrerinnen und Fahrer.

Deshalb muss sie nachhaltig im Interesse der Beschäftigten und unserer Fahrgäste so schnell wie möglich verbessert werden.
Nachhaltig bedeutet für uns auch, dass die Personalplanung endlich wieder dem tatsächlichen Bedarf angepasst wird!
Es geht doch nicht an, das Guthaben auf Lang- und Kurzzeitkonten schwindelerregende Höhen erreichen und das erforderliche Personal dafür nicht vorgehalten wird, um Salden in den vereinbarten Zeiträumen wieder auszugleichen.
Im Gegenteil die dafür vorgesehene Personalquote wird mit Duldung unseres Personalrats noch halbiert. Ebenso wurden die Personalzahlen im Zusammenhang mit dem Urlaub nicht angepasst.
Wer sich noch erinnern kann, dass auf Grund einer höchstrichterlichen Entscheidung alle Beschäftigten, egal welchen Alters 30 Tage Urlaub bekommen haben. Auf Grund dieser Gerichtsentscheidung musste der TV-N geändert werden. Mit einer Stichtagsregelung, konnten für eine Vielzahl von Beschäftigten die 30 Urlaubstage gesichert werden.
Die Anpassung der Personalbedarfsplanung blieb wie vielen andren Fällen auch hier aus.

Wir haben am 16. Juli 2015 in einem ersten „Krisengipfel“ beim Vorstand der BVG klar Position bezogen und erklärt, das ohne sofortige Beendigung der Praxis zur sachgrundlosen Befristung, auch vorübergehende Maßnahmen durch uns nicht mitgetragen werden und die Zustimmung der zuständigen Gremien sehr fraglich ist.
Ebenso wurde deutlich gemacht, das alle zz. möglichen tarifvertraglichen Regelungen genutzt werden um Verbesserungen beim Entgelt zu erreichen.

Entgegen der weitverbreiteten Meinung von AT Beschäftigten,
ist für Tarifbeschäftigte Mitarbeiter, Geld durchaus ein entscheidender Motivator.

Hierzu zählen insbesondere die Öffnung im § 6 Buchstabe (6) TV-N Berlin - Dienstvereinbarung zu besonderen Leistungsabhängigen Entgelten und die Möglichkeit des vorzeitigen Stufenaufstiegs gem. § 5 Absatz (2) TV-N Berlin.
Vereinbarungen die der Arbeitgeberseite zeitlich befristet Maßnahmen ermöglichen, das Fahrpersonal effizienter einzusetzen, werden ausschließlich mit einem entsprechenden Freizeitausgleich abgegolten,
der nach der Beendigung der „Krise“ gewährt wird.
Das erforderliche Personal ist dafür auch in der Personalplanung zu berücksichtigen.
Eine Abgeltung mit Geld wird von uns kategorisch abgelehnt!

Unsere Positionen sind klar! Diese werden wir auch in den Gesprächen am 21.08. 2015 mit der Dienststelle unnachgiebig vertreten.

Frank Kulicke
Sprecher der VLV



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